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Kriegsgräberpflege

76 polnische und russische Kriegsgefangene, die im zweiten Weltkrieg in und bei Heiningen ums Leben kamen, haben in der Nähe des Ortes eine Grabstätte.

Rund 30 Jugendliche vom Volksbund, der Kyffhäuserkameradschaft Heiningen und dem THW Wolfenbüttel kümmerten sich am Samstag um die Gedenkstätte. Büsche wurden geschnitten, der Rasen gemäht, es wurde gefegt und Unrat weggeschafft. "Es musste dringend etwas getan werden", so Hartmut Beischal, Hauptgefreiter der Reserve von der Reservistenkameradschaft Wolfenbüttel.

Seit 2009 pflege die Kameradschaft die Gedenkstätte. "Drei Tage sind wir hier. Bevor wir angefangen haben, wurden wir über das ehemalige Lager und die Schicksale der Menschen informiert", erklärte Svenja-Clara Schmidt vom Jugendarbeitskreis Niedersachsen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. "Von den 76 Toten konnten bisher 39 namentlich benannt werden", so Heimatpfleger Rolf Naue. 30 seien in einem Archiv in Dresden ermittelt worden.

Neun bisher unbekannte Namenslisten seien zudem in alten Gemeindeakten in Heiningen entdeckt worden. Nach weiteren Akten solle geforscht werden.


Quelle: Braunschweiger Zeitung vom Sonntag, 15.05.2011